Gedanken
 

Meine Gedanken zu unterschiedlichen Themen in Bezug auf Kirmes

 

 

Rucksacktouristen!

Ich spreche hier nicht von wirklichen Touristen die sich die Sehenswürdigkeiten einer Stadt ansehen wollen. Hier geht es um die sog. Rucksacktouristen auf deutschen Festplätzen. In der Zeit wo bei den Jugendlichen das Flatratesaufen immer populärer wird strömen sie auf die Festplätze belagern i.d.R. Autoskooter etc. Immer weniger Familien besuchen die deutschen Volksfeste weil sie sich nicht mehr wohl bzw. sicher fühlen. Gerade in den Abendstunden wenn der Alkoholkonsum soweit angestiegen ist das aus den erst friedlichen Kids aggressive pöbelnde Freaks werden. Nicht das hier ein falscher Eindruck erweckt wird, ich spreche ausschließlich von den Rucksacktouristen.

Ich gehe ja auch nicht mit dem Billiggrill für 5 Euro aus der Tanke und den Würstchen vom Discounter und mache es mir mit meinen Freunden neben dem Musik Express gemütlich.

Auch in meinem Bekannten und Freundeskreis gehen immer weniger Familien mit ihren Kindern auf die Kirmes. Ich habe mir mal die Mühe gemacht und nachgefragt warum das so ist. Sicherlich spielt bei den meisten der finanzielle Aspekt eine entscheidende Rolle. Andererseits hörte ich auch immer wieder Aussagen wie:

 

"Da gehe ich lieber mit der ganzen Familie in den Freizeitpark oder fahre übers Wochenende weg."

"Gerade in den Abendstunden fühle ich mich nicht mehr sicher wo es doch dann gerade am schönsten sein soll"

„Soll ich etwa noch dafür bezahlen das ich mich anpöbeln lasse?“

„Kirmes? Da laufen doch nur noch Asis rum!“

 

Diese Aussagen lassen sich sicherlich nicht auf alle Plätze übertragen, dennoch hat man stellenweise das Gefühl, dass es immer mehr wird.

Hierzu paßt dann auch diese Meldung einer Polizeidienststelle:

POL-: Randale auf Jahrmarkt

Am späten Freitagabend kam es auf dem Jahrmarkt
in ........ zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen
mehreren jungen Männern und Angehörigen einer Sicherheitsfirma.
Zunächst hatte ein junger Mann den Betreiber eines Fahrgeschäfts
beleidigt und diesen in seinem Kassenhäuschen angespuckt. Als dieser
darauf zwei der auf dem Jahrmarkt eingesetzten Sicherheitsleute zu
Hilfe rief, eskalierte die Situation.
Zwischen dem Sicherheitspersonal und mehreren Angehörigen einer
arabischstämmigen Familie kam es zu einer Auseinandersetzung, in
deren Verlauf einer der Sicherheitsleute durch einen Schlag mit einer
Flasche ins Gesicht verletzt wurde. Zudem wurde ein Strafverfahren
eingeleitet, weil einer der Störenfriede einen Teleskopschlagstock
auf einer öffentlichen Veranstaltung mit sich führte und damit das
Sicherheitspersonal bedrohte.
Durch die eingesetzten Polizeibeamten wurden schließlich
Platzverweise ausgesprochen, so daß die Ruhe wieder hergestellt war.


ots Originaltext: Polizeikommissariat ........

Gibt es noch Möglichkeiten diese Saufgelage zu unterbinden? Ohne Einsatz von Sicherheitsdiensten und Polizei sicherlich nicht. Einige Plätze wie z.B. die Palmkirmes in Recklinghausen wollen das Ruder herumreißen und unternehmen etwas dagegen. In diesem Jahr wurden auf dem gesamten Gelände der Palmkirmes Jugendliche mit Rucksäcken kontrolliert. Wurde man fündig, so wurde der Alkohol an Ort und Stelle entsorgt. Ein anderes Beispiel konnte man auf der Frühjahrskirmes in Essen erleben. Hier wurde die Kirmes eingezäunt und es fand eine Eingangskontrolle statt. Mitgebrachter Alkohol durfte nicht mit auf das Gelände genommen werden.

Besonders schlimm trifft es Veranstaltungen wo die Verantwortlichen hingegangen sind und ihren Festplatz aus dem Zentrum an den Rand der Stadt verlegt haben. Nicht nur das diese Veranstaltungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln schlecht erreichbar sind, oftmals wurden sie direkt neben sozialen Brennpunkten gelegt.